Für zwei Semester studiert der Musikdesignstudent Samuel Dette im „super tollen“ San Fernando Valley an der California State University (CSUN), ca. eine Autostunde von L.A. entfernt, „Media Composition“. Auch wenn es neben dem Campus mit seinen 35.000 Studierenden dort nicht viel gibt – „kaum Bars, keinen einzigen richtigen Club, kaum Cafés oder normale Restaurants“ – ist doch alles „viel größer, wärmer, interessanter, lebendiger und einfach geiler!“. Doch die Größe hat auch seine Nachteile: „alles ist viel anonymer und nicht so persönlich wie in Deutschland und somit auch sehr unverbindlich“. Das Knüpfen von Kontakten kann daher etwas schwierig sein.

Das Studium an sich ist verschulter und „streng reglementiert und kontrolliert“ u.a. durch Anwesenheitslisten und ständige Hausaufgabenkontrollen. Laut Samuel hat das einerseits den Vorteil, dass man nicht faul wird und Dinge lernt, mit denen man sich sonst vielleicht nicht beschäftigt hätte, andererseits schränkt es die individuelle Freiheit ein, da auf das Befolgen von Regeln anscheinend mehr Wert gelegt wird, als auf das jeweilige Potential der Studenten.

Während der Vorlesungszeit spannt einen die Uni sehr ein und es bleibt nicht viel Zeit für Anderes, obwohl die Umgebung einiges zu bieten hat. Um das Valley herum befinden sich „viele Seen, Berge, Freizeitparks, Nationalparks, Spaziergeh-Parks“ und Downtown kann man sich Ausstellungen, Museen, Sehenswürdigkeiten u.v.m. anschauen. Im Großen und Ganzen wird einem „sehr viel geboten, man muss es nur auf seine Weise wahrnehmen“.

Geht es um die Bevölkerung bewahrheitet sich laut Samuel das amerikanische Klischee der „nicht so viel nachdenkenden, sondern viel mehr einfach nur lebenden und auf seine eigenen Bedürfnisse achtenden Menschen“. Es wird einfach in den Tag hineingelebt, was alles viel entspannter wirken lässt.

Ein letzter Tipp von Samuel für alle, die sich überlegen auch mal in Kalifornien zu studieren: technisches Equipment ist in den USA sehr teuer, deshalb lasst lieber ein paar Klamotten zu Hause und packt das in euren Koffer.

Andere und ähnliche Beiträge


Auslandssemester: Jonas Schüle in Nanchang Der Nanchang-Austausch zwischen der Kunstabteilung der Universität Nanchang und dem Studiengang Musikdesign, in dessen Zuge sich interessierte Musikde...
CAMP Festival 2017 Die beiden Musikdesigner Vincent Egerter und Lukas Hertzsch haben im Mai 2017 am CAMP Festival – internationales Festival für Visual Music teilgenomme...
Auslandssemester: Ferdinand Weinberger in San Fran... Ich entschied mich für ein Studium an der San Francisco State University aufgrund ihrer kreativen Vergangenheit und moderner Entwicklungen, die dort B...
Auslandssemester: Jonas Obermüller in Vancouver Für ein Jahr studierte ich an der VFS (Vancouver Film School). Der Fokus hier lag auf Post Production für Film und Sound Design sowie auf Implementat...
SEIDENSTRASSE XXI Musik als Sprache ohne Worte einsetzen, mit ihr Grenzen zwischen Kulturen und Nationen, aber auch zwischen Tradition und Innovation überbrücken – dies...