Musik als Sprache ohne Worte einsetzen, mit ihr Grenzen zwischen Kulturen und Nationen, aber auch zwischen Tradition und Innovation überbrücken – dies ist das gelebte Motto des Austauschs zwischen der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen und der Universität von Nanchang in China. Seit 2011 wurde diese Kooperation von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus unterstützt.

Über drei Jahre hinweg wurden
in gemeinsamen Workshops und Konzerten historische Spielarten und Musiziertraditionen beider Kontinente zeitgenössischer Klangforschung und Musikdesign gegenübergestellt. Auch interdisziplinäre Elemente wie Tanz, Skulptur und Fotografie/Film konnten integriert werden. Insbesondere die Improvisation verbindet die Traditionen mit den Ambitionen zeitgenössischer Klanggestaltung. Die Klangwelten mischen sich auf besondere Weise und eröffnen Spielraum für neue musikalische Begegnungen.
Die Sensibilisierung für andere Kulturen, Begegnung und Austausch nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit stehen im Zentrum des Projekts. Studierende und ihre Hochschulen werden gleichermaßen motiviert, neue Wege zu beschreiten.

Im Oktober 2014 realisierten Studierende und Lehrkräfte der Universität Nanchang sowie der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen mit der Abschlussperformance des Projekts eine musikalische Begegnung der besonderen Art: Historische Musik beider Kontinente verbunden mit elektronischen Klängen der Musikdesigner. Unter dem Motto „Die Seidenstraße des 21. Jahrhunderts ist ein Glasfaserkabel“ bot das Konzert eine musikalische Zeitreise von der Renaissance bis heute.